Klimaschutz: Gemeinde Neckartenzlingen


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Blick Ortskern Spitzacker
Brunnen Neckargaense am Marktplatz
Erms
Gemeinsam handeln für den Klimaschutz - Neckartenzlingen
Klimaschutz

Hauptbereich

Integriertes energetisches Quartierskonzept für das Quartier Spitzacker Gemeinderatssitzung 19.03.2024

Integriertes Quartierskonzept für Neckartenzlingen/Spitzacker

1. Workshop am 30. November stieß auf großes Interesse

Präsentation als pdf-Datei (PDF-Dokument, 8,32 MB, 04.01.2024)

Heiztechnologien, Dämmmaßnahmen und die Nutzung von Sonnenenergie. Welche Optionen zur Verfügung stehen, darüber wurde beim Workshop „Gebäude und Energie“ am 30. November 2023 gesprochen, zu dem die Gemeindeverwaltung die Bürgerschaft eingeladen hatte. Rund 35 interessierte Bürger*innen, darunter auch Handwerker*innen mit Fachwissen, sind der Einladung in das Feuerwehrgerätehaus gefolgt und wurden vom beauftragten Planungsbüro EnergyEffizienz GmbH durch den Abend geführt.

Im Informationsteil zu Beginn des Workshops wurden Auszüge aus der vorangegangenen Fragebogenaktion zum energetischen IST-Zustand des Quartiers gezeigt. Die Aktion ergänzt die Datenbasis des Planungsbüros. Systematisch wurden anschließend verschiedene Heiztechnologien und die Nutzung erneuerbarer Energieträger, sowie Dämmmaßnahmen erläutert. Ein weiterer wichtiger Baustein des Quartierskonzepts ist die Bewertung von Wärmenetzoptionen. Mit diesen Informationen war der thematische Einstieg für die Gruppendiskussionen und Einzelgespräche im Workshopteil gefunden worden.

An zwei Thementischen konnten die Bürger*innen sich über Fördermöglichkeiten informieren, konkrete Fragen zu Heiztechnologien stellen und in einen offenen Austausch zum Quartierskonzept mit den Planenden und der Stadtverwaltung treten. Das Vor-Ort-Wissen und Engagement der Bürger*innen ist ein wichtiger Grundstein für eine spätere erfolgreiche Umsetzung der Maßnahmen. Großes Interesse weckte auch das Thema Wärmenetze und die Einbindung lokaler Potenziale.

Nach dem erfolgreichen Workshop hat das Planungsteam nun die Aufgabe, quartiersweite Bilanzen zum IST-Zustand sowie energetische Optimierungsberechnungen für jedes Gebäude durchzuführen und Eignungsgebiete für Wärmenetze zu identifizieren. Anfang nächsten Jahres wird die Bürgerschaft dann zu einem weiteren Workshop eingeladen, bei dem die Themen Klimaanpassung und Mobilität vertieft werden. Die Gemeindeverwaltung wird rechtzeitig über Termin und Ort des nächsten Workshops über Plakate und E-Mailverteiler informieren.                                                                                             

Als Ansprechpartner steht Ihnen Herr Steffen Molitor unter Telefonnummer:Telefonnummer: 06206 5809392 bzw. E-Mail-Adresses.molitor(@)e-eff.de von der EnergyEffizienz GmbH zur Verfügung.

 

Präsentation vom Auftaktgespräch

Präsentation vom Auftaktgespräch 02.06.2023 als pdf-Datei (PDF-Dokument, 6,46 MB, 17.08.2023)

Energieberatungen vor Ort

Die Klimaschutzagentur des Landkreises Esslingen ist eine gemeinnützige Organisation des Landkreises und nahezu aller seiner Kommunen, die am 01. September 2021 ihre Arbeit aufnahm. Die Gründung und das Aktivwerden der Klimaschutzagentur ist eines der großen Leuchtturmprojekte aus dem Integrierten Klimaschutzkonzept (IKK) des Landkreises Esslingen. Der Regelbetrieb begann im Januar 2022.

Die Klimaschutzagentur informiert und berät Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Institutionen sowie die Verwaltungen im Landkreis Esslingen rund um den Klimaschutz und die Klimafolgenanpassung. Im Rahmen von Beratungsangeboten, Veranstaltungen und Kooperationen bringt diese Menschen zusammen, um gemeinsam eine klimagerechte Gesellschaft zu gestalten.

Energieberatungen für Privatpersonen

In Kooperation mit der Verbraucherzentrale-Energieberatung bietet die Klimaschutzagentur des Landkreises Esslingen Wohneigentumsbesitzer*innen und Mieter*innen kostenfreie Vor-Ort-Beratungen zu den Themen energieeffiziente Gebäudemodernisierung, Heizungsoptimierung, Solarenergie sowie Stromsparen im Haushalt an.

Nach vorheriger Terminabsprache werden kostenlose Erstberatungen angeboten und finden telefonisch / persönlich statt.

Die Beratung dauert je nach Anliegen zwischen 30 und 45 Minuten und wird durch Energieberater*innen des Netzwerks der Klimaschutzagentur durchgeführt.

Terminvereinbarung – telefonisch bei unserer Kooperationspartnerin Verbraucherzentrale Baden-Württemberg:

Telefon: Telefonnummer: 0711 – 66 91 10

Mo – Do 10:00 – 18:00, Fr 10:00 – 14:00 Uhr

Weitere Informationen finden Sie unter www.ksa-es.de   

Energielandkarte für Strom vom eigenen Dach ist online

Auf einer Luftbildkarte das eigene Haus auswählen und mit wenigen Klicks das Potential an Sonnenenergie vom eigenen Dach erkennen. Mit der webbasierten Software der Firma greenventory aus Freiburg ist dies in wenigen Minuten möglich.

Machen Sie mit und produzieren Sie Ihren Strom künftig selbst über eine Photovoltaikanlage! Welches Potential hierzu an Ihrem Standort gegeben ist und wie hoch die Einspeisevergütung ausfällt, erfahren Sie über den Photovoltaik-Planer: https://greenventory.azurewebsites.net/projects/136/167/map


Hintergrund:

Die EU hat beschlossen, bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu werden. Nach den Plänen der Bundesregierung sollen die Emissionen um 65 Prozent im Verhältnis zu 1990 sinken. Baden-Württemberg geht mit dem landesweiten Klimaschutzgesetz zu einer CO2-freien Wärmeplanung bis 2040 mit ambitionierten Zwischenzielen bis 2030 hier noch weiter. Entscheidend auf diesem Weg sind die Maßnahmen der kommunalen Akteure. Hierzu zählt nun die digitale Energielandkarte, welche die Gemeinden Neckartenzlingen, Denkendorf und Großbettlingen gemeinsam in Auftrag gegeben haben.

Den Bürgern steht damit eine digitale Energielandkarte zur Verfügung, die spezifisch pro Gebäude ermittelt, welches Sonnenpotential für Photovoltaikanlagen jeweils vorliegt und welche Kosten auf die Gebäudebesitzer zukommen. Zudem lässt sich die durchschnittliche Amortisationsdauer der Photovoltaikanlage ermitteln, welche Einspeisevergütung dem Hauseigentümer entsprechend des “Erneuerbaren Energiegesetzes” zustehen und wie viel CO2 sie bei der Realisierung einsparen.

Die digitale Energielandkarte wurde von greenventory aus Freiburg im Breisgau, einem Spin-Off des Fraunhofer Instituts für Solare Energie und des Karlsruher Instituts für Technologie, entwickelt, aufgebaut und den drei Kommunen nun zur Verfügung gestellt.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger geben einfach ihre Adresse in die Software ein und errechnen ihr Potenzial. Dachfenster, Dachgauben und andere Hindernisse können als solche markiert werden, auf denen keine Solarzellen angebracht werden sollen, um eine sehr detaillierte Hochrechnung zu erhalten. Für das Anbringen der Solarmodule auf dem einzelnen Gebäude und damit die schnelle Realisierung stehen zudem Partnerunternehmen aus dem lokalen Handwerk zur Verfügung, die in der webbasierten Softwarelösung integriert sind.

Klimaschutzkonzept

In der Gemeinderatssitzung am 17.10.2017 beschloss der Gemeinderat das Mitwirken der Gemeinde am integrierten Klimaschutzkonzept des Landkreises Esslingen.

Zu Beginn des Jahres 2019 startete der Landkreis Esslingen und 26 seiner Städte und Gemeinden mit der Erstellung eines vom Bund geförderten Integrierten Klimaschutzkonzeptes.
Mit der Konzepterstellung ist das Ziel verbunden, das Klimaschutzpotenzial des Landkreises optimal auszuschöpfen, die bisherigen Klimaschutzmaßnahmen zu stärken und Neue zu erschließen, um einen maßgeblichen Beitrag zur Senkung der Treibhausgas-Emissionen zu bewirken.

Zusätzlich zum Maßnahmenkatalog umfasst das Klimaschutzkonzept, Energie und Treibhausgasbilanzen. Diese zeigen auf, wie hoch z. B. der Anteil an Treibhausgas-Emissionen in den Bereichen Private Haushalte, Verkehr, Industrie, Gewerbe, Handel und Dienstleistungen sowie öffentliche Hand ist. Potenzialanalysen und Szenarien sind weitere Bausteine des Konzeptes.

Folgende Handlungsfelder wurden bei der Erstellung berücksichtigt:

  • Energetische Gebäudesanierung und energieeffizienter Neubau im Wohnungsbau
  • Energieeffizienz in Haushalten
  • Ernährung und Konsum
  • Betriebliche Energieeffizienz
  • Energieversorgung: Fernwärme, Kraft- Wärme- Kopplung, Erneuerbare
  • Energien und Energiespeicher
  • Verkehr, nachhaltige Mobilität
  • Flächennutzungsplanung, Stadtentwicklung, Stadterneuerung
  • Öffentlichkeitsarbeit, Information und Beratung
  • Energiemanagement kommunaler Gebäude
  • Interne Organisation des Klimaschutzes

Der Erstellungsprozess des Klimaschutzkonzeptes kann in 3 Phasen eingeteilt werden. In der ersten Phase wird der Status quo erhoben und aktuelle Daten
gesammelt (s. Handlungsfelder). In der zweiten Phase werden mit den Akteuren vor Ort Maßnahmenideen generiert und diskutiert. Parallel zur interaktiven Maßnahmensammlung werden auch CO2-Minderungspotenziale und -Szenarien für verschiedene Verbrauchssektoren erstellt. In der letzten Phase findet eine weitere Verfeinerung der Maßnahmen in Abstimmung mit den Akteuren vor Ort statt. Nach Abschluss der letzten Phase wird ein individueller Steckbrief mit Rückblick auf bereits umgesetztes, Bilanz und Schwerpunkten der zukünftigen Maßnahmen erstellt.

Klimaschutzinitiative

Sanierung der Straßenbeleuchtung der Gemeinde Neckartenzlingen

Die Gemeinde Neckartenzlingen wird in Zukunft auch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Energie soll effizienter eingesetzt werden. Dadurch soll weniger klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) ausgestoßen werden.

Unsere Gemeinde hat die Straßenbeleuchtung modernisiert und damit den Stromverbrauch um 26.484 Kilowattstunden pro Jahr gesenkt. Das entspricht einer Reduzierung der CO2-Emission von 313 Tonnen. Dabei kamen hocheffiziente LED-Leuchtmittel zum Einsatz. Ausgetauscht wurden 130 Lichtpunkte Leuchten im Gemeindegebiet.

Das Projekt wird gefördert mit Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums. Mit der Klimaschutzinitiative setzt die Bundesregierung die Erlöse aus dem Handel mit CO2-Emissionsrechten gezielt für den Klimaschutz ein.

Die Gemeinde Neckartenzlingen leistet durch ihre Klimaschutzanstrengungen einen wichtigen Beitrag dazu, dass Deutschland seine Klimaschutzziele erreicht. Im Energiekonzept der Bundesregierung ist festgelegt, dass Deutschland den Ausstoß von Treibhausgasen gegenüber dem Jahr 1990 kontinuierlich senken wird: bis 2020 um 40 Prozent, bis 2030 um 55 Prozent, bis 2040 um 82 Prozent und bis 2050 sogar um 80 bis 95 Prozent. Die internationale Staatengemeinschaft ist sich einig, dass der globalen Klimaerwärmung entgegengewirkt werden muss. Das bedeutet, dass der Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf höchstens 2 Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau begrenzt werden muss.

Projektzeitraum: 01.05.2019 bis 30.04.2020
Förderkennzeichen: 03K10763

 

Weiterführende Informationen zur Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums finden Sie unter:
www.klimaschutz.de
www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen

Ansprechpartner für Rückfragen:
Gemeinde Neckartenzlingen - Ortsbauamt
Planstraße 9
72654 Neckartenzlingen
Telefon: Telefonnummer: 07127 1801-0
Telefax: Faxnummer: 07127 1801-77

E-Mail:  E-Mail-Adresserathaus(@)neckartenzlingen.de

  

KSI Klimaschutztechnologien bei der Stromnutzung der Gemeinde Neckartenzlingen - Umrüstung Außenbeleuchtung auf LED-Beleuchtung umgesetzt.

 

Nach Abschluss der Arbeiten sind im Bereich Auwiesen und Rotenbach 130 Lichtpunkte  stromsparende LED-Leuchten im Betrieb. Die Umrüstungskosten betragen 46.089,87 €. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gewährte hierzu einen Zuschuss von 8.890,00 € über den Pojekträger Jülich.  Durch die Umrüstung wird eine Stromersparnis von 83 % erzielt und in einem Zeitraum der Lebensdauer eine CO²-Emissionsreduktion 313 Tonnen erreichen.