Quartier 2020: Gemeinde Neckartenzlingen

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Apothekennotdienst Mitarbeiter
Quartier 2020

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Auftakttreffen zum Projekt „Quartier 2020 – Gemeinsam. Gestalten.“

Am Montag, 22.10.2018 fand auf Einladung von Frau Bürgermeisterin Melanie Braun  das   1. Austauschtreffen zum Projekt „Quartier 2020 - Gemeinsam. Gestalten.“ im Rathaus statt.

Eingeladen waren örtliche VertreterInnen aus den Bereichen Alten-und Krankenpflege, sowie VertreterInnen aus Kirchen, Vereinen und Organisationen der Seniorenbetreuung. Frau Birgit Schaer, Sachgebietsleiterin der Altenhilfeplanung und Altenhilfefachberatung des Landratsamts Esslingen sowie Frau Dr. Alexandra Klein vom Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS) stellten das Projekt „Quartier 2020“ vor:

Mit der Idee „Quartiersforscher – Entwicklung lokaler Altenhilfelandschaften“ – hatte der Landkreis Esslingen sich gemeinsam mit neun kreisangehörigen Kommunen, wozu auch Neckartenzlingen gehört, im vergangenen Jahr am Ideenwettbewerb des Landes beteiligt und Ende November ein Preisgeld errungen, das nun für erste Schritte einer fundierten Quartiersentwicklung genutzt werden soll.

Quartiersentwicklung bedeutet in diesem Zusammenhang, ein Dorf gemeinsam so zu gestalten, dass sich sowohl Möglichkeiten als auch Chancen zur Mitwirkung und Mitverantwortung älterer Menschen an der Gestaltung „ihres Dorfes“ ergeben und sich ein gemeinsames generationsübergreifendes Miteinander entwickeln kann.  Es soll auch für ältere Menschen mit Hilfe und Unterstützungsbedarf in Zukunft möglich sein, an ihrem angestammten Wohnort wohnen zu bleiben.

Bereits in wenigen Jahren wird sich allein in Neckartenzlingen die Anzahl der dort lebenden hochaltrigen Menschen ( 80+) mehr als verdoppeln. Um den Herausforderungen dieses demografischen Wandels gerecht zu werden ist viel zu tun.

Gemeinsam mit allen Anwesenden wurde eine SOLL-IST-Analyse Neckartenzlingens erstellt. Dabei wurden folgende Themenfelder angesprochen:

Wohnen, Mobilität und Infrastruktur, Teilnahme und Mitwirkung, Gesundheitsversorgung und Prävention, Pflege und Unterstützung sowie Beratung und Information.

 

Wohnen

  • einige barrierefreie Wohnungen sind bereits vorhanden (DRK und privat), durch die hohe Nachfrage werden jedoch weitere benötigt
  • viele ältere Menschen leben alleine
  • eine Wohnraumberatungsstelle fehlt
  • betreutes Wohnen im DRK-Gebäude
 

Mobilität und Infrastruktur

  • Fahrdienst („Boni-Bus“) der katholischen Kirchengemeinde fährt 1x die Woche dienstags ältere Menschen zum Einkaufen in das Industriegebiet und zum anschließenden Mittagessen im evangelischen Gemeindehaus
  • die Gebiete Eichwasen und Spitzacker sollten mehr an den Ortskern angebunden werden
  • die Möglichkeiten von „Mitfahrgelegenheiten“ sollten weiterentwickelt werden z.B. einen Bürgerbus einrichten
  • zwar verfügt Neckartenzlingen über ein großes Einkaufszentrum, welches jedoch im Industriegebiet und nicht zentrumsnah liegt
  • in der Ortsmitte sind eine Volksbank, eine Kreissparkasse und eine Poststelle vorhanden
     

Teilhabe und Mitwirkung

  • es werden mehr Treffpunkte / öffentliche Begegnungsplätze benötigt
  • wöchentlicher Mittagstisch durch den Krankenpflegeverein
  • Seniorennachmittage der Gemeinde und der katholischen und evangelischen Kirche
  • die evangelische Kirche bietet einen Besuchsdienst an
  • die Ortsbücherei wird von 15 ehrenamtlichen Mitarbeitern getragen
  • es gibt einen Boule-Platz sowie 2 Cafés im Ort
  • 3-4 mal jährlich findet der Vereinsausschuss statt
  • ein großes Schulzentrum mit ca. 2000 Schülern sowie ein Jugendhaus sind vorhanden
 

Gesundheitsversorgung und Prävention

  • die hausärztliche Versorgung in Neckartenzlingen ist u.a. durch den Wegfall einer Hausarztpraxis besonders prekär. Einige Neckartenzlinger müssen bereits die ärztliche Versorgung in Nachbargemeinden in Anspruch nehmen
  • „moderne“ Praxen fehlen
  • das Pflegeheim „Haus in der Schillerstraße“ ist ärztlich versorgt
  • Neckartenzlingen verfügt über 2 Apotheken und 3 Zahnarztpraxen
  • Physiotherapeuten und Logopäden, welche auch Hausbesuche machen sind vor Ort
  • die Sportgruppe B.U.S. (Bewegung und Spaß) mit ca. 25 TeilnehmerInnen wird von Frau Arnold-Speidel und Frau Kernchen geleitet
  • die Landfrauen-Gymnastik findet 1x die Woche statt
  • ein Fitness-Center in der Ortsmitte ist vorhanden
  • die VHS bietet Kurse und Veranstaltungen an
  • die meistgenutzten Kliniken sind die medius Klinik in Nürtingen sowie die Filderklinik in Filderstadt-Bonlanden
 

Pflege und Unterstützung

  • hauswirtschaftliche Unterstützung durch die Diakoniestation – derzeit Warteliste, da wenig Arbeitskräfte
  • es bräuchte eine Vermittlungsstelle / Anlaufstelle / Ansprechpartner/in für ältere Menschen für beispielsweise Unterstützung im Haushalt, kleine Reparaturen, stundenweise ehrenamtliche Begleitung (auch gegen Honorar)
  • Unterstützung für pflegende Angehörige ist notwendig
  • im „Café“ Sorgenfrei“ treffen sich dienstags und donnerstags an Demenz erkrankte Menschen, die dort in Gruppen betreut werden
  • es gibt 2 Pflegeheime: DRK-Heim mit 62 Plätzen und das Haus in der Schillerstraße mit 15 Plätzen

Beratung und Information

  • Amtsblatt des Gemeindeverwaltungsverbands erscheint wöchentlich
  • der Kirchenbrief erscheint vierteljährlich
  • „Infoblitz“ wird kostenlos an alle Haushalte verteilt
  • Seniorenwegweiser wurde aktualisiert
  • eine Anlaufstelle und Tauschbörse wird dringend benötigt
   

Im nächsten Schritt sollen die Bürger beteiligt werden, in welcher Form steht noch nicht fest. Ein nächstes Treffen  der Projektgruppe wird voraussichtlich Anfang nächsten Jahres stattfinden.