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Großes Interesse an Zukunft der Schule Altdorfer Straße
icon.crdate24.04.2026
Rund 85 Bürgerinnen und Bürger informierten sich über die Zukunft der ehemaligen Schule in der Altdorfer Straße. Im Mittelpunkt standen historische Einblicke, erste Nutzungsideen und ein reger Austausch mit vielen persönlichen Erinnerungen.
Auf großes Interesse in der Bürgerschaft stieß die Informationsveranstaltung zur Zukunft des leerstehenden Schulgebäudes in der Altdorfer Straße am Donnerstag, 24. April. Rund 85 Besucherinnen und Besucher – darunter ehemalige Lehrer und Schüler, Anwohner sowie weitere Interessierte – nahmen daran teil.
Bürgermeisterin Braun eröffnete den Abend und betonte die Bedeutung einer transparenten Bürgerinformation bei einem so prägenden Gebäude für die Gemeinde.
Einen historischen Rückblick lieferte Helmuth Kern, Vorsitzender der INO. Er erinnerte daran, dass das Gebäude während des Kaiserreichs errichtet und in der Zeit der Weimarer Republik bezogen wurde, die für reformpädagogische Ansätze stand. Anschaulich schilderte er den damaligen Schulalltag und wies auf architektonische Besonderheiten wie die abgerundeten Ecken hin. Auch das Motto am Eingangsbereich „Lern um zu leben – lebe um zu lernen“ verdeutliche den damaligen pädagogischen Anspruch.
Über mögliche Zukunftsperspektiven informierte Herr Holzhäuser, Geschäftsführer von „Altes Bauen – Neues Wohnen“. Er unterstrich die Bedeutung, bestehende Ressourcen zu nutzen und Gebäude zu revitalisieren. Vorgestellt wurde die Idee, in dem Gebäude zehn Wohneinheiten mit einer Gesamtfläche von rund 600 bis 700 Quadratmetern zu schaffen. Dies erfolge in enger Abstimmung mit dem Denkmalamt.
Emotionale Einblicke lieferte der Wortbeitrag des ehemaligen Lehrers Herrn Wild, der von seinen positiven Erinnerungen an die Zeit im Schulgebäude berichtete.
Aus dem Kreis der Bürgerschaft kam zudem der Wunsch auf, im Gebäude einen Raum für die Gemeinde zu erhalten, um weiterhin einen Ort der Begegnung zu schaffen. Frau Braun begrüßte dieses Anliegen ausdrücklich. Voraussetzung sei jedoch, dass sich eine engagierte Gruppe aus der Bürgerschaft bildet, die sich mit Fragen der Ausgestaltung, Finanzierung und weiteren Aspekten befasst. Sie selbst würde diesen Prozess gerne begleiten.
Gemeinderat Schöllhammer erläuterte die intensiven Vorüberlegungen des Gemeinderats zur zukünftigen Nutzung des Gebäudes. Es seien verschiedene Firmen angefragt worden, jedoch habe sich niemand mit vergleichbarer Erfahrung und Kapazität wie Herr Holzhäuser finden lassen. Aufgrund der positiven Erfahrungen mit der Zehntscheuer setzt der Gemeinderat daher großes Vertrauen in Herrn Holzhäuser.
In der anschließenden Diskussion entwickelte sich ein reger Austausch, bei dem neben konkreten Ideen auch zahlreiche persönliche Erinnerungen geteilt wurden.




